Feuerwehrfrauen

Feuerwehrfrauen im Landkreis Starnberg vorrübergehend im 2. Weltkrieg von 1943-1945 und ab 1976 ein fester Bestandteil  in den Feuerwehren

Der Feuerwehrdienst war und ist auch heute noch teilweise eine Männerdomäne. Frauen in der Feuerwehr, als aktive Mitglieder konnte man sich kaum vorstellen.

Um so erstaunlicher ist es, dass in der Distrikts-Feuerlöschordnung von 1871 auch Frauen angesprochen werden, z.B. zum Wassertragen mit Ledereimern zu Befüllung der Löschmaschinen.

Erst im 2. Weltkrieg, als immer mehr Feuerwehrmänner an die Front mussten, begann man ab 1940 mit der Aufstellung von Hitler-Jugend-Feuerwehren. Ab 1. April 1943 wurden auch Frauen als sogenannte „Feuerwehrhelferinnen“ zum Feuerwehrdienst verpflichtet. Diese Feuerwehrhelferinnen leisten einen hervorragenden Feuerwehrdienst.

Mit Kriegsende 1945 verließen die Frauen wieder die Feuerwehr und überließen diesen Bereich den aus dem Krieg zurückgekehrten Männern. In unserm Landkreis bildete sich 1976 in Etterschlag und 1978 in Steinebach-Auing jeweils eine Damenlöschgruppe.

Seit dieser Zeit gibt es ohne Unterbrechung im Landkreis Starnberg Frauen im aktiven Feuerwehrdienst.

Allerdings nicht mehr in separaten Damengruppen sondern sie werden gleich in die aktive Männergruppe aufgenommen.

So leisten zurzeit rund 180 Feuerwehrfrauen aktiven Dienst bei den Feuerwehren.

Übung der Feuerwehrhelferinnen im Jahr 1943, am Starnberger See. Im Bild von links: Wilma Gaßner (geb. Kergl), Joswita Jägerhuber (geb. Kandler) und Maria Wessely (geb. Lobznsky)Übung der Feuerwehrhelferinnen im Jahr 1943, am Starnberger See. Im Bild von links: Wilma Gaßner (geb. Kergl), Joswita Jägerhuber (geb. Kandler) und Maria Wessely (geb. Lobznsky)

Bericht von Karl Gfüllner (Kreisarchivar 1995-2012) . Zur Verfügung gestellt durch das Kreisarchiv